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Barrierefreiheit im Ladenbau – Rollstuhlgerechte Ladeneinrichtung

Ladenbau barrierefrei
Die Frage nach einer barrierefreien Bauform stellt Geschäfte vor große Herausforderungen. In Deutschland finden die Vorgaben des Behinderungsgleichstellungsgesetzes ihre Anwendung in der Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes. Dabei sind die genauen Vorgaben Ländersache. Einheitlich geregelt ist grundsätzlich das Prinzip der barrierefreien Benutzung, sowohl der zu einem Geschäft gehörenden Parzelle als auch des Geschäftes selbst.

In den UN-Behindertenrechtskonventionen ist die Barrierefreiheit als allgemeiner Grundsatz formuliert und stellt für alle Mitgliedsstaaten eine gesetzliche Verpflichtung dar. Beim Ladenbau sollte der Laden so gestaltet werden, dass die Gehbehinderten ebenso wie Rollstuhlfahrer den Laden ohne fremde Hilfe betreten und den Einkauf erledigen können. Darunter fallen auch Personen mit Kinderwägen. Idealerweise wird beim Ladenbau die barrierefreie Planung der Geschäftseinrichtung, mit den Architekten und bereits vor Baubeginn vereinbart. Die Umsetzung ist deutlich komplizierter und kostspieliger beim Umbau eines bestehenden Ladens, da die vorhandene Einrichtung meistens komplett umgebaut werden muss.

Barrierefreiheit beim Einkauf

Der größte Teil der Firmen engagiert zertifizierte Fachplaner für barrierefreie Bauformen, lassen sich bei der Gestaltung von Behindertenverbänden beraten und sind bei Planung und Durchführung an den Erkenntnissen von diesen orientiert. Ein barrierefreies Geschäft muss auch folgende Mindeststandards erfüllen: entsprechend verbreiterte Türen, viel Platz zwischen den Regalreihen, Rampen und generöse Rangiermöglichkeiten im Kassenbereich. Nicht nur das Gebiet der Gehbehinderung gehört zum barrierefreien Einkauf.

Beim Ladenbau müssen auch Seh- und Hörbehinderungen berücksichtigt werden, so dass angemessene visuelle beziehungsweise akustische Informationsmöglichkeiten angeboten werden. Dazu zählen z.B. Sichtblenden auf Glastüren, sowie Markierungen auf Treppenstufen. Den Einkauf für Sehbehinderte erleichtern Leitstreifen auf Böden und gut lesbare Preisschilder. Bislang sind die entsprechenden Beschilderungen jedoch nicht einheitlich geregelt und stellen eine freiwillige Leistung des Geschäftsbesitzers dar.

Zertifikat für barrierefreies Bauen und Einkaufen

Es existieren verschiedene Zertifizierungsmöglichkeiten, die einem Kunden deutlich machen, ob es sich um ein barrierefreies Geschäft handelt. Die Betroffenen sollten sich vorher über die unterschiedlichen Symbole informieren, da es verschiedene Prüfsiegel gibt, die nicht für alle Menschen unbedingt verständlich sind. Ein solches Prüfsiegel ist zudem bei nur wenigen Geschäften im Eingangsbereich sichtbar angebracht, sodass die Käufer gar nicht wissen, dass sie den Einkauf in einem barrierefreien Geschäft machen.

Zu den bekanntesten Zertifizierungen in der Branche zählt das „DIN CERTCO Zertifikat“. Dieses Zertifikat wird vergeben an Bauplaner, Ingenieure, Architekten und Handwerker, die praktische und theoretische Erfahrung im barrierefreien Bauen erfolgreich dokumentieren können und dazu getestet werden. Auch das Siegel „Barrierefrei DIN geprüft“, dass sich in vielen Geschäften befindet, weist darauf hin, dass der Laden barrierefrei geplant und gebaut wurde. Zu den bekannten Zertifikaten gehört außerdem noch das „TÜV-Siegel für barrierefreies Einkaufen“.

Jedoch gibt es in den jeweiligen Bundesländern in der Regel unterschiedliche Zertifikate. Auf verschiedene Logos deuten auch die Behindertenverbände an. Schon heute hat Deutschland, im europäischen Vergleich, den größten Anteil der Älteren in der Gesamtbevölkerung. Dies wird sich nach heutigem Wissensstand nicht ändern – ganz im Gegenteil, denn die deutsche Bevölkerung wird immer älter. Daraus kann man schnell feststellen, dass barrierefreies Einkaufen für Geschäfte zukünftig immer wichtiger sein wird.

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